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Dear friends and family,
we like taking our time to really get to know the countries we are visiting, but due to the extended duration of our Laos and China stays, our flight to New Zealand was steadily approaching. We knew we wanted to go diving and then spend some time in Vietnam before we left. The problem we had was this: our diving spot of choice was in the very south of Vietnam, and looking at the map, the only reasonable land route went straight through Cambodia. So you see, we really had no choice but to pass by Angkor Wat on our way down South. 😉

Angkor Wat is a huge temple complex in the city of Siam Reap dating back to the 12th century, and is one of those “must see” attractions in south east asia. And while the sunrise over the pagoda was truly beautiful, my personal highlight was the overgrown ruins of Ta Prohm temple. The trees growing through the buildings and its location in a dense forest make it a mystical place straight out of a movie. Turns out that in fact, one of my favorite childhood blockbuster, Tomb Raider, was filmed there. 😄
The other city we briefly visited was Phnom Penh. I’ll be honest, the city wasn’t for me. Endless grids of roads with too much traffic make it somewhat uninviting, and the main sight is the genocide museum, showing the cruelties that happened during the Khmer Rouge terror regime from 1975 to 1979. While historically interesting, it leaves a very bitter taste in your mouth, and we where glad when we hopped on the bus to Vietnam.
After walking across the border, we hopped on to a ferry bringing us to the island Phu Quoc. Finally back to the ocean, we immediatly returned to our new passion. To those who have never experienced it, diving feels a bit like flying. You are moving through space in all three dimensions, with the vast water seeming to go on forever in all directions. It is a feeling that is truly addicting. Apart from diving, we spend our days enjoying the peaceful island life: sampling fresh seafood, digging our feet into the white sands at resort beaches we had snuck into, and exploring the island by scooter.
The last day we visited one of those weird asian quirks, a city constructed to look like you are in Italy and a huge cable car bringing you to a smaller island with a humongous water slide park. It is a commonality that most South-East and East Asian countries share: A love for the pompous and grand.
Our final destination was Vietnams capital Hanoi and it’s surrounding regions. Hanoi is one of those cities that just has a certain energy to it. It’s loud, dirty, the traffic is horrible, and yet somehow, inexplicably, I love it. It just feels alive. There is a street where you can enjoy a beer or coffee while the train goes by so close that you can touch it. There are tiny street shops selling anything from fruit to cooking pans. There is a vibrant night life, and quaint coffee shops hidden away behind sketchy entrances. There are even board game cafes that will rent you a huge selection of games. A huge shoutout to An for giving us a private tour of all her favorite places in the city.
Just a few hours busride away, some of Vietnam’s most spectacular sceneries can be found. While we didn’t have the time to do the famous Ha Giang motorcycle loop through the northern mountains (we will be back!), we managed to visit Ha Long Bay and Ninh Binh. In the first, we spend a night on a cruise boat among the UNESCO world heritage carst stone islands. It is one of those sweet and sour places for me, where nature is inexpicably beautiful, but when 18,000 tourists a day are crammed onto the same handful of islands, the magic is lost.
By contrast, Ninh Binh was much quieter, and offered similarly stunning landscapes. On a little paddleboat we were brought through tiny rivercaverns, so small we had to duck so as not to hit our heads. An honorable mention goes to the best value hostel ive ever stayed at: 3,50 € for a bed, breakfast, and free beer on tap.
As we are boarding the plane to Auckland, and I am looking back upon the last six months, i have this strange melancholy feeling. I’ve heard other travelers say they got enough of South-east Asia after a few months. For us, we could have stayed another three months and not been bored. But alas, every end brings a new beginning. New Zealand get ready, we are coming!
Merry Christmas and a happy New Year!
Christian (and Leonie)
Deutsche Version:
Liebe Freunde und Familie,
wir nehmen uns gerne die Zeit, Länder, die wir besuchen, wirklich kennenzulernen, aber mit den spontan verlängerten Aufenthalten in Laos und China rückte unser Flug nach Neuseeland schnell näher. Wir wussten, dass wir tauchen gehen und noch etwas Zeit in Vietnam verbringen wollten, bevor wir abreisten. Das Problem war nur: Unser bevorzugter Tauchspot lag ganz im Süden Vietnams, und wenn man sich die Karte ansah, führte die einzige vernünftige Landroute direkt durch Kambodscha. Wir hatten also wirklich keine andere Wahl, als auf unserem Weg nach Süden an Angkor Wat vorbeizufahren. 😉
Angkor Wat ist ein riesiger Tempelkomplex in der Stadt Siam Reap aus dem 12. Jahrhundert und gehört zu den „Must-See“-Sehenswürdigkeiten in Südostasien. Der Sonnenaufgang über der Pagode ist wirklich wunderschön, aber mein persönliches Highlight waren die überwucherten Ruinen des Ta Prohm-Tempels. Die Bäume, die durch die Gebäude wachsen, und die Lage im Wald machen ihn zu einem mystischen Ort, der direkt aus einem Film stammen könnte. Es stellt sich heraus, dass dort tatsächlich einer meiner Lieblingsblockbuster aus der Kindheit gedreht wurde: Tomb Raider. 😄
Die andere Stadt, die wir kurz besucht haben, war Phnom Penh. Ich muss ehrlich sagen, dass die Stadt nichts für mich war. Endlose Straßen mit zu viel Verkehr sind nicht gerade einladend und die Hauptsehenswürdigkeit ist das Völkermordmuseum, das die Grausamkeiten zeigt, die während des Terrorregimes der Roten Khmer von 1975 bis 1979 begangen wurden. Obwohl es historisch interessant ist, hinterließ es einen sehr bitteren Nachgeschmack, und wir waren froh, als wir in den Bus nach Vietnam stiegen.
Nachdem wir die Grenze zu Fuß überquert hatten, stiegen wir auf eine Fähre, die uns zur Insel Phu Quoc brachte. Endlich wieder am Meer angekommen, widmeten wir uns sofort unserer neuen Leidenschaft. Für diejenigen, die es noch nie erlebt haben: Tauchen fühlt sich ein bisschen wie Fliegen an. Man bewegt sich in allen drei Dimensionen durch den Raum, und das weite Wasser scheint sich in alle Richtungen endlos auszudehnen. Dieses Gefühl macht wirklich süchtig. Abgesehen vom Tauchen genießen wir unsere Tage mit dem friedlichen Inselleben: Wir probieren frische Meeresfrüchte, graben unsere Füße in den weißen Sand der Resortstrände, an denen wir uns heimlich Zugang verschafft haben, und erkunden die Insel mit dem Roller.
Am letzten Tag besuchten wir eine dieser seltsamen asiatischen Kuriositäten, eine Stadt, die so gebaut ist, dass man sich wie in Italien fühlt, und eine riesige Seilbahn, die einen zu einer kleineren Insel mit einem gigantischen Wasserrutschenpark bringt. Es ist eine Gemeinsamkeit, die die meisten südost- und ostasiatischen Länder teilen: die Liebe zum Pompösen und Grandiosen.
Unser letztes Ziel war Vietnams Hauptstadt Hanoi. Es ist eine der Städte, die einfach eine ganz besondere Energie ausstrahlen. Es ist laut, schmutzig, der Verkehr ist schrecklich, und doch liebe ich diese Stadt auf unerklärliche Weise. Sie fühlt sich einfach lebendig an. Es gibt eine Straße, in der man Bier oder Kaffee trinkt, während der Zug so nah vorbeifährt, dass man ihn berühren kann. Es gibt winzige Straßenläden, die alles Mögliche verkaufen, von Obst bis hin zu Kochpfannen. Es gibt ein pulsierendes Nachtleben und liebevoll schräg eingerichtete Cafés, die sich hinter unscheinbaren Eingängen verstecken. Es gibt sogar Brettspielcafés, in denen man eine riesige Auswahl an Spielen ausleihen kann. Ein großes Dankeschön an An, die uns eine private Tour zu all ihren Lieblingsorten in der Stadt gegeben hat.
Nur wenige Autostunden entfernt befinden sich einige der spektakulärsten Landschaften Vietnams. Wir hatten zwar keine Zeit für die berühmte Ha Giang-Motorradtour durch die nördlichen Berge (wir kommen wieder!), aber wir haben es geschafft, die Ha Long-Bucht und Ninh Binh zu besuchen. In der Ha Long-Bucht verbrachten wir eine Nacht auf einem Kreuzfahrtschiff inmitten der Karstinseln, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Für mich ist dies einer dieser Orte, die widersprüchliche Gefühle wecken: Die Natur ist unbeschreiblich schön, aber wenn täglich 18.000 Touristen auf denselben wenigen Inseln zusammengepfercht sind, geht der Zauber verloren.
Im Gegensatz dazu war Ninh Binh viel ruhiger und bot ähnlich atemberaubende Landschaften. Mit einem kleinen Paddelboot wurden wir durch winzige Flusshöhlen gefahren, die so klein waren, dass wir uns ducken mussten, um uns nicht den Kopf zu stoßen. Eine lobende Erwähnung verdient das Hostel mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis, in dem wir je übernachtet haben: 3,50 € für ein Bett, Frühstück und so viel kostenloses Bier vom Fass, wie man mag.
Während wir das Flugzeug nach Auckland besteigen und ich auf die letzten sechs Monate zurückblicke, überkommt mich ein seltsames Gefühl der Melancholie. Ich habe von anderen Reisenden gehört, dass sie nach ein paar Monaten genug von Südostasien hatten. Wir hätten noch locker weitere drei bleiben können, ohne uns zu langweilen. Aber jedes Ende bringt auch einen neuen Anfang mit sich. Neuseeland, mach dich bereit, wir kommen!
Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!
Christian (und Leo)
Eine Antwort zu „Letter 12 – Cambodia & Vietnam“
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Wunderschöne Weiterreise und danke für die tollen Eindrücke 🤩























































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