Letter 17 – Australien: Von Sydney bis Cairns

Liebe Familie und Freunde,

die Zeit vergeht rasend schnell. In den letzten Wochen haben wir die Küstenlandschaft Australiens erkundet und sind insgesamt über 5.000 Kilometer bis nach Cairns gefahren. Die Vielfalt der australischen Natur und Tierwelt ist erstaunlich und mehr als einmal hat uns der ein oder andere tierische Gefährte überrascht.

Nach unseren Kletterausflügen in den Blue Mountains ging es wieder zurück an den Strand und das heißt zurück zum Surfen. Man kann nicht sagen, dass wir inzwischen besonders gut sind oder ausgesprochen talentiert (vor allem ich nicht), aber immerhin haben wir Leidenschaft. Die Küste nördlich von Sydney wartet mit einigen der bekanntesten Surf-Stränden der Welt auf – von Byron Bay über Surfers Paradise. Wir warfen uns fast jeden Tag in die Wellen und wurden immer gebräunter und entspannter. Als Abwechslung unternahmen wir kleinere Ausflüge inklusive Kamelreiten und Klettern.

  • Kamelreiten in Nelson Bay

In unerwarteten Momenten zeigte sich die Tierwelt von Australien von ihrer besten Seite. Als Christian gerade am Board zwischen den Wellen verschwand, entdeckte ich Flossen im Wasser. Delfine hatten sich zwischen die Surfer gesellt und spielten nur wenige Meter entfernt. Einer der magischsten Augenblicke der Weltreise für ihn, wie Christian meinte.

Ein anderes Mal saßen wir in der Dämmerung beim Essen und wurden durch seltsame Rufe abgelenkt. Als ich am Himmel nach dem dazugehörigen Vogel suchte, entdeckte ich unzählige Flughunde, die über unsere Köpfe segelten. Zu Tausenden zogen sie minutenlang über uns hinweg. Je nördlicher wir kamen, desto tropischer wurde das Klima und somit änderte sich auch die Tierwelt von niedlich zu “wir halten gerne Abstand”. Beispielsweise spazierten wir einige Tage später über den Campingplatz und entdeckten eine majestätische Python mit sicherlich zwei Metern, die am Zaun thronte. Diese überraschenden Momente, in denen die Wildheit dieses Kontinents so greifbar wird, sind sicher die beeindruckendsten unserer Zeit hier.

  • Ostküsten Teppichpython – nicht giftig, aber groß

Mit der Fähre machten wir einen Abstecher auf die Insel K’gari, die größte Sandinsel der Welt. Von der Anlegestelle wanderten wir mit Zelt und Essen bepackt zum McKenzie See. Unsere Mühe wurde belohnt, denn wir hatten den gesamten (only walk-in) Campingplatz und die einzige Übernachtungsmöglichkeit am See ganz für uns. Abends, nachdem alle Touren abgereist waren, sahen wir im kristallklaren Wasser Schildkröten schwimmen und ein Iguana kam zum Trinken. Bei Sonnenaufgang badeten wir, setzten uns an den weißen Sandstrand und genossen es an einem der schönsten Orte unserer Reise allein zu sein.

Bei unserem Ausflug zum See Wabby zeigte sich eine rotbäuchige Schwarzotter, eine der vier tödlichen Schlangenarten, die auf der Insel leben, aber zum Glück scheu sind. Lake Wabby ist einzigartig in seiner Beschaffenheit und der größte “Barrage-Lake” der Welt. Sein smaragdgrünes Wasser ist durch umliegende Sanddünen eingeschlossen, die vom Wind näher getragen werden und den See langsam aber stetig verkleinern.

  • Ankunft auf K’gari Island

Nördlich von Cairns beginnt einer der ältesten Regenwälder der Welt. Die Mangroven des Daintree Nationalpark gehen direkt in weite Strände über. Wir starteten unseren Tag mit einer Krokodil-Tour entlang dem Daintree-Fluss und entdeckten zwei Babys und ein Weibchen. Aufgrund der riesigen Salzwasserkrokodile, die alles fressen, das in ihre Nähe kommt, darf man nicht baden gehen. Nur ein Süßwasser-Schwimmloch ist sicher und das nutzten wir, um uns in der drückenden Hitze abzukühlen. Dazwischen spazierten wir die Rundwege entlang in der Hoffnung, Schnabeltiere, Kasuare oder Baumkängurus zu entdecken – leider erfolglos. Das beeindruckende Dickicht aus Baumriesen, Kokospalmen, Farnen und Schlingpflanzen alleine war es allerdings bereits mehr als wert.

Von Cairns aus starteten wir unser dreitägiges Liveaboard zum Great Barrier Reef. Ab jetzt hieß es dive, eat, sleep, repeat – wortwörtlich. Das Tauchen im größten Riff der Welt war wie der Eintritt in ein anderes Universum. Fische tummelten sich, Riesenmuscheln und einige Meter große Korallen wuchsen soweit das Auge reichte. Wieder einmal wurde uns bewusst, wie schön unser Planet war und wie großartig es für uns ist, dass wir ihn erkunden konnten. Die Community an Board waren einige der liebsten und offensten Reisenden, die wir seit langem getroffen haben und der Abschied fiel uns schwer – wir wussten, dass die Momente, die wir hier erlebten, einmalige Erfahrungen sind. Once in a lifetime, wie man im Englischen so schön sagt.

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    Die nächsten zwei Wochen planen wir noch mit Surfen zu verbringen und natürlich dürfen wir Australiens Hauptstadt nicht auslassen. Ein letzter Blog folgt noch bevor wir im Mai zurück nach Österreich kommen.

    Bis bald und liebe Grüße
    Leonie (und Christian)

    2 Kommentare zu „Letter 17 – Australien: Von Sydney bis Cairns“

    1. Avatar von Uta Reschreiter
      Uta Reschreiter

      😍☀️🐊
      Ich liebe Eure Berichte 😘

    2. Avatar von Brigitte
      Brigitte

      ich finds echt cool, dass ihr die Reise gemacht habt. Erfahrungen und Erlebnisse die euch immer in Erinnerung bleiben werden.

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