Letter 15 – Die letzten Tage Neuseeland

Liebe Familie und Freunde,

die letzten zwei Wochen unserer über zweieinhalb Monate in Neuseeland vergingen wie im Flug. Zurück auf der Nordinsel fuhren wir von Wellington Richtung Norden zu allen Sehenswürdigkeiten, die wir noch nicht besucht hatten – denn das Beste kommt bekanntlich ja zum Schluss. 😉

Am Programm stand als erster Punkt die Whanganui River Journey, die wir im Jänner verschieben mussten. Der Fluss Whanganui fließt vom Mt. Tongariro bis zur Tasmanischen See und ist für seine spirituelle Bedeutung für die Maori und atemberaubende Natur berühmt. In drei Tagen sind wir als Teil eines Great Walks über 90 km des Flusses abseits jeder Zivilisation hinunter gepaddelt. Nach zwischen fünf und sechs Stunden Rudern kamen wir am Campingplatz an und schlugen unser Zelt auf, kochten und machten es uns gemütlich. Abends spielten wir Karten mit anderen, die ebenfalls die River Journey unternahmen, und quatschen bis spät nachts unterm Sternenhimmel.

Ebenfalls einer der bedeutendsten Orte für die Maori ist der Berg Tongariro. Der aktive Vulkan ist bekannt für das spektakuläre Crossing vorbei am Mt. Ngauruhoe (aka Mt. Doom), rauchenden Kratern und Bergseen – welche wir im Nebel allerdings nur erahnen konnten. Aufgrund eines Sturms am Vortag erlebten wir die schwarzen Vulkanfelsen mit frischem Schnee bestäubt und bei beißender Kälte. Zum Glück haben wir für alle Witterung gepackt und konnten so erfolgreich Skiunterhose, Haube, Schal und Handschuhe zum Einsatz bringen.

  • Start um 6:00 Uhr früh 

Im Anschluss zur Wanderung besuchten wir die Waitomo-Glowworm-Höhlen. Durch die unterirdischen Gänge führte uns eine lokale Maori. Bevor sie uns auf dem Boot zu den Glowworms brachte, sang sie für unsere Gruppe in der Dunkelheit der Höhlen ein traditionelles Lied – für sich schon ein Gänsehautmoment. Den Anblick der tausenden blau leuchtenden Larven, die sich wie Sterne im Wasser des unterirdischen Sees spiegelten, kann man nur als magisch beschreiben. Fotos haben wir allerdings keine, da es verboten war, um Stille und Dunkelheit zu ermöglichen.

Am nächsten Tag wartete hinter den Toren Hobbitons die bekannteste Filmlocation von Herr der Ringe auf uns. Bei der Hobbit-Verfilmung wurde das kleine Dorf dauerhaft gebaut. Gärten mit (echten!) Apfelbäumen, Kürbissen und Sonnenblumen werden von 20 Gärtnern gepflegt. Rauch steigt von Manukaholz-Feuerchen aus den Kaminen auf und Enten schwimmen auf dem Fischteich. Es ist einfach unglaublich, mit welcher Liebe zum Detail und ohne Scheu vor Aufwand das Filmset gebaut wurde und erhalten wird. Für uns ging es dann im Anschluss so wie es richtigen Hobbits gebührt zum zweiten Frühstück.

Nach dem Verkauf unseres Camping-Gefährts besuchten wir noch einen Freund von Christians Familie auf Waiheke. Tom machte der neuseeländischen Gastfreundschaft alle Ehre und trotz vereinzelter Schauern und Wolken hatten wir eine großartige Zeit beim Wakeboarden, Gin&Tonic trinken und Reiseanekdoten austauschen.

  • Tom begrüßt uns auf Waiheke

Im Warteraum zu unserem Flug nach Melbourne denke ich an unsere Wanderungen, Bekanntschaften mit herzlichen Menschen und neuen Erfahrungen zurück und habe die starke Ahnung, dass wir wieder hierher kommen.

Love, hugs, and kisses
Leonie (und Christian)

Eine Antwort zu „Letter 15 – Die letzten Tage Neuseeland“

  1. Avatar von Melissa Prähauser
    Melissa Prähauser

    Diese Wolkenstimmungen 🤩
    Wäre gern auf ein Bier im Green Dragon vorbei gekommen. 🍻

    Miss you, love, hugs and kisses back ❤️ Melly

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